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(Rezension) Die Brut – Die Zeit läuft


Fleischfressende Spinnen haben Los Angeles, Oslo, Delhi und Rio de Janeiro 
befallen. Millionen von Menschen sind weltweit gestorben. Da gibt die Wissen-
schaftlerin Melanie Guyer Entwarnung. Die Spinnen sterben, die Plage scheint 
überstanden. In Japan wird ein Kokon gefunden, der Spinneneier gigantischen 
Ausmaßes enthält. In Los Angeles verlassenen Überlebende die Quarantänezone 
mit Waffengewalt. Weltweit müssen die Regierungen einsehen: Der Ausnahme-
zustand kann nicht aufgehoben werden. Jetzt muss die Präsidentin der 
USA mit einer schrecklichen Nachricht an die Presse: Jeder ist auf sich 
alleine gestellt!


Das Cover gefällt mir viel besser als das des ersten Teils, da es erstens nicht so düster ist, und zweitens einen coolen 3D-Effekt der Schrift hat, den man auf dem Bild leider nicht sehen kann. Noch dazu passt es ziemlich gut zum Verlauf der Geschichte, inwiefern kann ich aber ohne zu spoilern nicht sagen. Besonders gefallen mir die Spinnen, deren Beine etwas zu sehen sind, wie sie hinter/unter den Spinnweben herumkrabbeln!

Auch in diesem Teil schreibt der Autor  aus der Erzählersicht, und wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen den Protagonisten. Spätestens hier wird klar, wer zu den Hauptpersonen gehört, und wer im ersten Band bloß einmalig erwähnt wurde. Ein bisschen kommt es mir so vor, als wäre der zweite Teil bloß eine Art Überleitung zur riesigen Katastrophe im dritten, aber das ist so nicht ganz richtig, da schon im zweiten sehr viel neues passiert, nur eben nicht der globale erneute Ausbruch. Deshalb kann ich das Finale kaum erwarten!

Ezekiel Boone das Pseudonym des Autors Alexi Zentner. Boone wurde in Kanada geboren, lebt heute aber in Ithaca im Bundesstaat New York in den USA. Dort wohnt er zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern, sowie zwei Hunden, die ihm nur Beachtung schenken, wenn Boone kocht. Er hat größten Respekt vor Spinnen, ist aber trotzdem immer gerne draußen unterwegs. 

Insgesamt war „Die Zeit Läuft“ genauso spannend und einnehmend wie sein Vorgänger. Besonders interessant wurde es dann, als meine Lieblingscharak-
tere endlich aufeinander trafen, und gemeinsam versuchten eine Lösung für die Spinnenplage zu finden. An der Übersetzung wäre eigentlich nichts auszuset-
zen, wäre da nicht ein einziger Fehler, der mein Nerd-Herz überfordert hat. Bei einer Anspielung auf Dr. Strange hat der Übersetzer daraus ernsthaft „Dr. Seltsam“ gemacht, was – mal abgesehen davon, dass es einfach wehgetan hat – nicht einmal Sinn machte. Abgesehen von solchen Kleinigkeiten habe ich es aber sehr genossen, das Buch zu lesen, und ich habe bis zur letzten Seite gespannt mitgefiebert!

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