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(Rezension) Wild Cards – Das Spiel der Spiele

Titel: Wild Cards – Das Spiel der Spiele

Autor/in: George R. R. Martin

Verlag: penhaligon

Seitenanzahl: 539

Kaufpreis: 15, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 25. August 2014

Zum Buch

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Cover

Das Cover finde ich super cool gemacht. Abgebildet ist Lohengrin, ein deutsches Ass. Ich kann gar nicht sagen, ob das passt oder nicht, da im Buch aus vielen Perspektiven geschrieben wurde, und man gar nicht unter den wichtigsten Protagonisten unterscheiden kann. Für mich war Lohengrin ein eher weniger wichtiger, oder viel mehr interessanter Charakter, da er eigentlich für den Verlauf der Story unentbehrlich war.

Das Buch ist in verschiedenen Schreibstilen geschrieben. Zum einen wechselt die Perspektive von Kapitel zu Kapitel zwischen den Charakteren, zum anderen sind zwischendrin manchmal Blog-Einträge oder e-mails verfasst, die als eigenes Kapitel verwendet wurden. Zu Beginn haben mich die Perspektivenwechsel etwas verwirrt, aber mit der Zeit konnte ich mich damit anfreunden, da es einem ermöglicht jeden Hauptcharakter besser kennenzulernen und ein tieferes Verständnis für ihn oder sie zu entwickeln. Zum Schreibstil insgesamt muss ich aber sagen, dass es sich teilweise etwas hingezogen hat. Die Idee war eindeutig besser als die Ausführung, dennoch wurde es ziemlich spannend!

George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos Das Lied von Eis und Feuer wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie Game of Thrones verfilmt. George R.R. Martin wurde u. a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico. 

Fazit

Die Wild-Cards-Reihe habe ich nicht mit diesem, sondern mit dem dritten Band angefangen, von dem ich eher weniger begeistert war. Doch jetzt mit dem ersten Teil habe ich andere Erfahrungen gemacht, die mich mein Urteil überdenken lassen. Es war nicht perfekt. Ich bin überraschend gut in das Buch reingekommen, doch in der Mitte gab es immer wieder Momente in denen es mir etwas zu langweilig wurde. Das lesen war eher schleppend, obwohl es zwischendrin und gegen Ende wirklich spannend wurde. Zu den Charakteren kann ich sagen, dass es viele gab, die mir super gefallen haben, aber einige wenige fand ich einfach schrecklich. Dennoch war das Buch insgesamt wirklich gut und hat mich dazu motiviert, der Reihe eine zweite Chance zu geben!

5/5

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