5 Sterne, Allgemein, Englisch, LGBTQ+, Liebe

(Rezension) Simon vs the Homosapiens Agenda

Titel: Simon vs the Homosapiens Agenda

Autor/in: Becky Albertalli

Verlag: Penguin Books Ltd

Seitenanzahl: 303

Kaufpreis: 8, 39 EUR

Erscheinungsdatum: 7. April 2015

Zum Buch

A charming, original, high-concept coming-out and coming-of-age story. Sixteen-year-old and not-so-openly gay Simon Spier prefers to save his drama for the school musical. But when an email falls into the wrong hands, his secret is at risk of being thrust into the spotlight.

Charaktere

Im Buch geht es um Simon Spiers, ein 16-jähriger schwuler Junge, der sich noch nicht geoutet hat. Simon ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Es ist nicht so, dass ich mich mit ihm identifizieren kann, da ich nie ein richtiges coming out hatte, sondern einfach offen darüber geredet habe und sich Dinge einfach ergeben haben, aber dennoch kann ich Simons Gefühl sehr gut verstehen. Es fiel mir sehr leicht mich in ihn hineinzuversetzen, und ich denke, dass auch heterosexuelle Leute kein Problem damit haben sollten, nachzuvollziehen wieso und wie sich Simon fühlt. Nicht nur Simon, sondern auch seine Freunde haben mir sehr gefallen. Sie waren nicht perfekt, haben aber vorbildlich reagiert und waren wirklich gute Freunde für ihn. (Bis auf Leah, meiner Meinung nach, die sich auch wenn es nicht um sein coming out ging echt daneben benommen hat.)
Martin. Sich eine Meinung über Martin zu bilden ist kompliziert, denn obwohl er der Bösewicht in dem Buch ist, ist er nicht böse. Er ist eher… erbärmlich. Er macht sehr viele Fehler, und wäre mir das Buch nicht so wertvoll hätte ich es wegen ihm vermutlich schon tausend Male gegen eine Wand geschmettert um meinen Frust abzubauen. Martin ist nicht homophob, aber er hat die Chance gesehen, sich aus Simons Situation einen Vorteil zu verschaffen und sie genutzt, und das macht ihn einfach… zu einem Arschloch. Ein Arschloch, das man bemitleidet.
 

Und zuletzt zu Blue. Ich liebe ihn. 

Fazit

Coming out und Sexualität sind ein riesiges Thema, weshalb es wirklich wichtig ist darüber zu reden. In einer Gesellschaft, in der das Wort „schwul“ immer noch als Beleidigung benutzt wird, sind Bücher wie diese unverzichtbar. Ich war gerade mal auf Seite 80, als meine Schwester die Verfilmung des Buchs gekauft und mich dazu überredet hat ihn zu schauen, weshalb ich dann eine Weile nicht so motiviert war, das Buch zu beenden, aber Gott sei Dank habe ich es wieder zur Hand genommen! „Simon vs the Homosapiens Agenda“ ist nicht nur unterhaltsam, sondern lädt auch dazu ein mitzufiebern und sich mehr mit dem Thema Sexualitäten und Toleranz auseinander zu setzen!

5/5

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