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(Rezension) Er will sie sterben sehen

Titel: Er will sie sterben sehen

Autor/in: Carmen Mola

Verlag: Penguin

Seitenanzahl: 461

Kaufpreis: 10, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 10. Juni 2019

Zum Buch

Die 22-jährige Susana verschwindet nach ihrem Junggesellinnenabschied spurlos. Was die Polizei vorfindet, als man sie Tage später zum Fundort der Leiche ruft, weckt das kalte Grauen: Die junge Frau wurde ermordet, indem man ihr Löcher in den Schädel bohrte und Würmer einführte, die bei lebendigem Leib das Gehirn fraßen. Dann stellt sich heraus, dass Susanas ältere Schwester auf dieselbe Art und Weise umgebracht wurde – und für diese Tat sitzt ein Mann hinter Gittern. Hat man den Falschen verurteilt und weggesperrt? Oder gibt es einen Nachahmer? Und warum mussten beide Schwestern ausgerechnet am Vorabend ihrer Hochzeit sterben?

Charaktere

Elena ist Chefinspektorin der Geheimorganisation BAC von der Polizei und eine starke, stolze Frau. Trotz dem Reichtum ihrer Familie verdankt sie ihre Position der harten Arbeit und ihrer Hartnäckigkeit und Intelligenz. Aufgrund der grausamen Umstände des Mordes, wird der Fall der jungen Toten ihr zugeschrieben. Doch selbst für sie und ihr effizientes Team, ist es eine schwierige Aufgabe, diesen Fall zu lösen. Besonders als Elena, bei Befragungen von Zeugen, Parallelen zu ihrem eigenen Leben – und Verlust – erkennt. Zu Anfang war ich unsicher, was ich von ihr halten soll, da sie mir etwas grob und zu hart vorkam, doch im Laufe des Buchs wurde sie sehr emotional und leidenschaftlich, was mich letztendlich sehr on ihr überzeugt hat. 

Ángel ist um die 30 Jahre alt und Polizist im Kommissariat von Carabanchel. Sein Partner und er waren als erstes am Tatort, und die Tatsache, dass irgendeine dahergelaufene Geheimorganisation ihm diesen Fall wegnimmt, passt ihm überhaupt nicht. Gerissen wie er ist, findet er einen Weg in Elenas Ermittlungen und gewinnt ihr Vertrauen. Aufgrund von Elenas knallharter Ausstrahlung hat er das Gefühl ich ihr beweisen zu müssen, was nicht immer so richtig funktioniert. Neben ihrer beruflichen, beginnen sie auch eine sexuelle Beziehung, von der Elena aber, außerhalb vom Schlafzimmer, so tut, als würde sie nicht existieren. Bis auf einige Ausnahmen, in denen ich finde, das Ángel sich daneben benommen hat, war er mir wirklich sympathisch, auch wenn sich das ebenfalls erst entwickeln musste. 

Die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben, der Schwerpunkt liegt dabei hauptsächlich auf Elena und Ángel, manchmal liegen aber auch einige Nebencharaktere im Fokus, wenn es dienlich für die Handlung ist. Neben dem gegenwärtlichen Zeitstrang spielen auch einige Kapitel (jeweils am Anfang der vier Teile) in der Vergangenheit, und handeln von einem Jungen, der sich noch als sehr wichtig für den weiteren Verlauf herausstellen wird. Nachdem ich erstmal in die Geschichte reingefunden habe, fiel es mir unheimlich schwer, das Buch aus der hand zu legen!

Die Anonyme Autorin: Carmen Mola, ist das Pseudonym einer Autorin, die ihren wahren Namen nicht preisgeben will. Ihren Durchbruch als Schriftstellerin schaffte sie mit ihren Thriller „Er will sie sterben sehen“. Dieser wurde schon vor der Veröffentlichung in zahlreiche Länder verkauft und wurde in Spanien in kürzester Zeit Teil der Top Ten der Bestsellerlisten.

Fazit

Er will sie sterben sehen hat meine Erwartungen definitiv übertroffen! Bis zum Finale war es fast unmöglich zu sagen, wer der Täter war, was die Spannung nur noch in die Höhe getrieben hat. Abgeschlossen wird das Ganze durch einen nervenaufreibenden Höhepunkt, gefolgt von einem schockierenden Ende, das einem den Atem raubt!

5/5

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