5 Sterne, Allgemein, Science Fiction, Thriller

(Rezension) Das Gottesspiel

Titel: Das Gottesspiel (Original: The God Game)

Autor: Danny Tobey

Verlag: Heyne<

Seitenanzahl: 560

Kaufpreis: 16, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 13. 07. 2020

»Wenn du gewinnst, werden all deine Träume wahr. Wenn du verlierst, bist du tot.« Diese Botschaft erhält Charlie, als er sich für das Gottesspiel anmeldet, das angesagteste Virtual-Reality-Game der Welt. Es wird von einer Künstlichen Intelligenz kontrolliert, die Charlie und seinen Freunden immer neue Aufgaben auf ihre Smartphones und ihre VR-Brillen schickt: Mal müssen sie eine virtuelle Hydra erlegen, mal ein altes Ritual zu Ehren eines längst vergessenen Gottes durchführen. Doch dann werden die Aufgaben, die die KI ihnen stellt, immer gefährlicher, und Charlie erinnert sich wieder an die Botschaft zu Beginn des Spiels. Was kann ihm eine KI schon antun? Wenn er im Spiel stirbt, hat das keine Auswirkungen auf sein Leben in der realen Welt – oder?

Danny Tobey wurde in Texas geboren und besuchte das Harvard College, die Yale Law School und die University of Texas Southwestern Medical School. Er ist Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und wurde 2019 für seine Forschungen zu den gesetzlichen Grundlagen der KI mit dem Burton Award der Library of Congress ausgezeichnet.

Charaktere

Schreibstil

Mit einem spannenden und erschreckenden Einstieg schuf Danny Tobey bereits mit der Einleitung einen Wow-Effekt. Vom Schreibstil dieses Autors war ich gebannt. An den kurzen Kapiteln habe ich mich nicht gestört, da sie, zum Inhalt passend, zur Spannung beigetragen haben. Oft wurde zwischen den Abschnitten auch die Perspektive gewechselt, sodass man nicht nicht nur Einsicht in die Köpfe der fünf Protagonisten, sondern auch in die der Nebendarsteller oder auch nur einmalig vorkommenden Charaktere – je nachdem, wie es sich grade anbietet – bekommt. Weder sprachlich, noch politisch nahm der Autor ein Blatt vor den Mund, was aber meiner Meinung nach gut zu der Story gepasst hat. 

Warum gibt es Kriege? Wieder eine Pause. Dann: Weil das Töten Spaß macht. Das war wirklich reizend. Charlie fragte: Wem? Abermals gab es eine Pause. Charlie rechnete schon mit einem Vortrag über die dunklen Triebe der Menschen, die geheime Todessehnsucht, die unterbewusste Blutgier hinter der dünnen Tünche der Zivilisation. Schließlich antwortete das Programm: Mir.

Kapitel 1
Seite 9

Fazit

Nachdem das Buch bei mir angekommen ist und ich zum ersten Mal realisiert habe, wie dick es ist, hat sich meine Motivation verabschiedet. Wird es langatmig sein? Werde ich Wochen dafür brauchen? Wird mich das in meinem Leseziel zurückwerfen? Doch schon nachdem ich das erste Kapitel gelesen habe, wurde mir klar, wie schnell ich mit diesem Buch fertig werden würde. Mit seinen Ideen hat der Autor meine Erwartungen deutlich übertroffen! In diesem Sci-Fi-Thriller treffen Technologie und Theologie aufeinander, in einer Form, wie ich sie noch nie zuvor gelesen habe, und daraus hervor gehen Spannung, Nervenkitzel und pure Gänsehaut! Ich konnte mich kaum von dem Buch lösen!

5/5

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