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Buddy Read: Nocturna – Das Spiel des Fuchses

Titel: Nocturna – Das Spiel des Fuchses

Autorin: Maya Motayne

Verlag: Blanvalet

Seitenanzahl: 512

Kaufpreis: 15, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2020

ISBN: 978-3-7341-6188-9

Titel: Nocturna – Das Spiel des Fuchses

Autorin: Maya Motayne

Verlag: Blanvalet

Seitenanzahl: 512

Kaufpreis: 15, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2020

ISBN: 978-3-7341-6188-9

Es ist Jahre her, dass Finn zuletzt ihr eigenes Gesicht erblickt hat. Denn die Gesichtsdiebin verfügt über Magie, die es ihr erlaubt, ihre Erscheinung beliebig zu verändern. Doch nicht nur sie weiß, wie nützlich dieses Talent ist: Ein finsterer Unterweltboss hat Finn in seiner Gewalt. Sollte die Gesichtsdiebin daran scheitern, einen Auftrag für ihn auszuführen, wird sie ihrer Kräfte für immer beraubt werden. Der gutmütige Prinz Alfehr, Thronfolger wider Willen, wendet ebenfalls zwielichtige Magie an: Er will seinen verschwundenen älteren Bruder, den Kronprinzen, finden, obwohl alle glauben, er sei tot. Als sich Finn und Alfehr gegenüberstehen, ist es, als würden Kräfte so unterschiedlich wie Tag und Nacht aufeinanderprallen. Und diese Wucht setzt eine ungeahnt böse Magie frei …

Maya Motayne studierte Englische Literatur und Kreatives Schreiben an der Universität von Maryland. Danach arbeitete sie drei Jahre als Lektoratsassistentin bei Penguin Random House in den USA und hat sich seitdem dem Ziel verschrieben, Diversitätsthemen in die Fantasyliteratur zu bringen. Sie hat bei der Gründung des »Random House Children’s Books Diversity Committee« mitgewirkt. Ihre Debüt-Saga um »Die gefälschte Magie« mit lateinamerikanisch inspiriertem Setting war auf Anhieb ein Riesenerfolg. Band 1 »Nocturna« schaffte es auf Platz 1 der »Sunday Times«-Bestsellerliste.

Charaktere

Alfie ist der zweitgeborene Sohn des Königspaares und hätte niemals gedacht, dass er einmal Kornprinz wird. Doch nach einem Attentat auf seinen Bruder ist er plötzlich der Alleinerbe der Krone und nicht annähernd bereit, sich dieser Verantwortung zu stellen.

Finn ist eine geschickte Straßendiebin, die vor ihrer Vergangenheit davonläuft. Ihr Propio – eine individuelle magische Fähigkeit – ihre Gestalt zu ändern, ist ihre nützlichste Waffe, neben ihrer Steinmagie.

Alfie hat mir von Anfang an super gefallen, wohingegen Finn mir zu beginn noch zu vorhersehbar war. Doch als der Plot sich entwickelte, konnte ich nicht anders als mich über den Prinzen aufzuregen, da seine Handlungen teilweise, einfach… abgesehen von total dumm, unlogisch sind. Das hat mich ein bisschen geärgert. Doch im Laufe der Geschichte haben sich beide sehr zum Positiven entwickelt, was mich sehr gefreut hat.

Schreibstil

Der Einstieg in das Buch ist relativ gut gelungen und war weder zu plötzlich, noch zu lang. Alfie war ein interessanter Charakter, dessen innerer Konflikt sehr schön beschrieben wurde. An diversen Stellen des Buchs war der Schreibstil… unvorteilhaft. Manche Szenen wirkten einfach awkward und waren komisch zu lesen, was man mit einer besseren Wortwahl geschickt umgehen hätte können. Doch trotzdem mangelte es nicht an Spannung und – was mich überrascht hatte – Gewaltdarstellungen. An dieser Stelle vielleicht eine Trigger Warning, es kommt in diesem Buch zu verstörenden und blutigen Szenen, die für manche vielleicht unangenehm zu lesen sind.

„Wir alle tragen Gutes und böses in uns, Licht und Dunkelheit. Das macht uns zu Menschen. Und denkt immer daran: Ganz gleich, wie tief wir in der Dunkelheit versinken, es ist nie zu spät, das Licht zu suchen.“

Dueño Paloma
Seite 75

Fazit

Obwohl das Buch deutliche Schwächen hat, kann ich nicht leugnen, dass die Autorin einige wirklich kreative und originelle Ideen vorweisen kann, die mich wirklich beeindrucken. Nicht nur solche Kleinigkeiten, wie magische Kartenspiele (was ich in Büchern immer total cool finde!) sondern auch das Gefängnis oder allgemein die Kultur von Castallan, waren wirklich toll! Schade fand ich bloß, dass die Autorin für ihr erfundenes Land, keine erfundene Sprache benutzt, sondern auf Spanisch zurückgegriffen hat. Ich finde es einfach am coolsten, und ich denke, da geht es vielen so wie mir, wenn Fantasybücher eine eigene Sprache mitbringen. Das Finale von Nocturna war super spannend, endete aber ziemlich plötzlich. Obwohl es vom Plot her Sinn gemacht hat, hätte ich mir eine etwas ausschweifendere Version gewünscht. Alles in Allem war Das Spiel des Fuchses ein guter Auftakt, der mich auf eine noch bessere Fortsetzung hoffen lässt!

4/5

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