5 Sterne, Bloggerportal, Thriller

(Rezension) Beste Freundin – Niemand lügt so gut wie du

Autorin: Claire Douglas

Verlag: Penguin

Seitenanzahl: 496

Kaufpreis: 13, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 13. April 2021

ISBN: 978-3-328-10547-3

Autorin: Claire Douglas

Verlag: Penguin

Seitenanzahl: 496

Kaufpreis: 13, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 13. April 2021

ISBN: 978-3-328-10547-3

Sie war deine beste Freundin. Jetzt ist sie eine Mörderin.

Als Kinder waren Jess und Heather die allerbesten Freundinnen. Sie teilten alles miteinander. Bis ein einziger Tag ihre Freundschaft unwiderruflich zerstörte. Jahre später kehrt Jess in ihre idyllische Heimatstadt an der Küste Englands zurück. Dort soll sie die Berichterstattung zu einem brutalen Doppelmord übernehmen. Doch als Jess erfährt, dass Heather die Hauptverdächtige ist, ist sie fassungslos. Kann ihre beste Freundin von damals eine eiskalte Mörderin sein? Jess beginnt zu recherchieren und stellt mit Grauen fest, dass alle Hinweise zu dem Tag führen, den sie für immer aus ihrem Leben streichen wollte. Der Tag, an dem Heathers Schwester spurlos verschwand und sie alle ins Unglück stürzte …

Claire Douglas arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin, bevor sich ihr Kindheitstraum, Schriftstellerin zu werden, erfüllte. Ihre packenden Thriller »Missing« und »Still Alive« waren in England und Deutschland ein riesiger Erfolg und machten sie zur gefeierten Bestsellerautorin. »Vergessen« ist ihr dritter Thriller. Claire Douglas lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Bath, England.

Charaktere

Jessica Fox ist als Teenagern mit Heather befreundet gewesen. Doch nach einem schrecklichen Zwischenfall in Heathers Familie, suchte sie Abstand zu dieser und beendete letztlich den Kontakt. Achtzehn jähre später ist sie eine in Ungnade gefallene Journalistin, die bereits ihre zweite Chance nutzt, um ihren Ruf wieder herzustellen. Als ihre Redaktion von den Morden erfährt, die Heather angeblich begangen haben soll, steht fest, dass sie die einzig richtige Wahl ist, um darüber zu schreiben. Schließlich stand sie in engem Kontakt zu der Familie…

Heather Powell war als Kind sehr… eigen. Bis Jess ein Teil ihres Lebens wurde, hatte sie keine Freunde. Stattdessen hatte sie ihre Schwester Flora, mit der sie eine enge Bindung hat. Obwohl man es ihr, mit ihrer Goth-Kleidung und der schweigsamen Art, nicht ansah, war sie ein sehr sanftes und freundliches Kind gewesen, mit einem großen Herz für Tieren. Doch einige Zwischenfälle scheinen zu beweisen, dass sie für Menschen vielleicht deutlich weniger übrig hat. Jetzt ist sie eine liebende Ehefrau und Mutter. Und auch eine Mörderin?

Zu den Protagonisten habe ich sehr schnell einen Draht bekommen. Die Art, wie die Autorin die Beziehung zwischen Jess und Heathers ganzer Familie beschrieben hat, ließ mich stark mitfühlen und auch irgendwie meine eigenen Gefühle auf das Buch übertragen. Jessica war eine vielseitige Protagonistin, die weit entfernt von perfekt war. Als Journalistin hat sie deutlich über die Stränge geschlagen und sich so in einen Skandal verwickelt, doch sie lernt aus ihren Fehlern und baut so wieder ein positives Verhältnis zu Heathers Familie auf, während sie berichtet. Ihre Menschlichkeit und Fehlbarkeit haben mir sehr gut gefallen. Bei Heather war ich mir eine Weile unsicher. Obwohl ich ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen konnte, hat mich ihre unberechenbare Art etwas abgeschreckt. Und dennoch bin ich auch ein Fan von ihr geworden. Am liebsten allerdings gefällt mir ihre Mutter Margot. Sie ist ein toller Mensch und eine tolle Protagonistin. 

Schreibstil

Schon der Einstieg hat mir gut gefallen, auch wenn ich am ersten Tag nicht sehr viel gelesen habe. Der erste Satz war Gänsehaut pur und hat definitiv einen Eindruck hinterlassen! Danach wurde das Buch von Seite zu Seite spannender und offenbarte Stück für Stück eine grausame und schockierende Geschichte, die mich wahnsinnig gefesselt hat. Die letzten 350 Seiten habe ich am Stück verschlungen, weil ich mich nicht mehr von dem Buch lösen konnte! 

Ich fühle mich ganz ruhig, als ich der Sonne dabei zusehe, wie sie über der Reihe eiscremefarbener Häuser aufgeht. Gar nicht wie ich mir vorgestellt habe, dass ein Mensch sich fühlt, der im Begriff ist, einen Mord zu begehen. 

Erster Satz
Seite 7

Fazit

Claire Douglas hat einen grandiosen Thriller erschaffen, der mir definitiv in Erinnerung bleiben wird. Ihre Geschichte ist einzigartig und einmalig und basiert auf einer Idee, die für reichlich Nervenkitzel sorgt! Das hier wird nicht der letzte Roman sein, den ich von ihr lese!

5/5

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