5 Sterne, Buchempfehlung, Fantasy, Lesechallenge

(Rezension) Das Labyrinth von London

Autor: Benedict Jacka

Verlag: Blanvalet 

Seitenanzahl: 448

Kaufpreis: 9, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 16. Juli 2018

ISBN: 978-3-7341-6165-0

Autor: Benedict Jacka

Verlag: Blanvalet 

Seitenanzahl: 448

Kaufpreis: 9, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 16. Juli 2018

ISBN: 978-3-7341-6165-0

Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!

Benedict Jacka (geboren 1980) ist halb Australier und halb Armenier, wuchs aber in London auf. Er war 18 Jahre alt, als er an einem regnerischen Tag im November in der Schulbibliothek saß und erstmals anstatt Hausaufgaben zu machen, Notizen für seinen ersten Roman in sein Schulheft schrieb. Wenig später studierte er in Cambridge Philosophie und arbeitete anschließend als Lehrer, Türsteher und Angestellter im öffentlichen Dienst. Das Schreiben gab er dabei nie auf, doch bis zu seiner ersten Veröffentlichung vergingen noch sieben Jahre. Er betreibt Kampfsport und ist ein guter Tänzer. In seiner Freizeit fährt er außerdem gerne Skateboard und spielt Brettspiele.

Charaktere

Alex ist ein Wahrsager. Aber kein menschlicher Trickser, der in einem Laden Wunder verkauft. Naja, er hat einen Laden und er verkauft keine echten magischen Gegenstände, aber die kann man normalen Menschen ja nicht anvertrauen. Alex ist ein Magier, der die Zukunft sehen kann, was ihn für den Rat und einige schwarze Magier ziemlich interessant macht. Dummerweise hat er mit beiden Parteien einige richtig üble Erfahrungen gemacht. 

Luna ist keine Magierin, aber sie hat zumindest ein Gespür für Magie, weshalb sie für Alex ab und zu magische Gegenstände beschafft, die er – in seiner richtigen und magischen Ecke seines Ladens – verkaufen kann. Außerdem steht sie schon seit ihrer   Geburt in Kontakt mit Magie, denn Luna steht unter einem Fluch, der den Leuten, die ihr zu nahe kommen, schreckliches Pech bringen. Sie zu berühren, kann den sichereren Tod besiegeln. 

Ich bin so verliebt in die beiden Charaktere. Schon von der ersten Seite an fand ich Alex einfach toll, seine Art und Persönlichkeit machen ihn zu einem tollen Protagonisten. Er ist ein guter Mensch mit ausgeprägten Moralvorstellungen, hat aber auch – aufgrund seiner traumatischen Vergangenheit – eine düstere Seite an sich, die ab und zu zum Vorschein kommt. Luna ist anders als er. Sie leidet stark an dem Fluch, der auf ihr lastet und lässt deshalb niemanden zu nah an sich ran. Trotzdem kommen sie und Alex sich näher, was ihr schreckliche Angst macht. Doch die Einsamkeit, mit der sie leben muss, macht sie depressiv. Luna und Alex ergänzen einander auf eine wundervolle und fast verspielte Art und Weise, die mich begeistert hat. 

Schreibstil

Nach einem sehr gelungenen Einstieg war es ein leichtes, mich  in den Bann ziehen zu lassen. Von Anfang an war ich ein großer Fan des Schreibstils, der sich sehr flüssig lesen ließ und sich sogar an manchen Stellen direkt an den Leser richtet. Die Spannung steigt in schnellem Maße und immer wieder sorgt Alex‘ Gabe, die Zukunft zu sehen für WOW-Effekte, die das ganze Buch einfach noch cooler machen. Besonders die Art, wie Jacka die Magie beschreibt, hat mich beeindruckt – das Ganze ist gut durchdacht und überzeugend geschildert worden.  

Wahrsager bewirken nicht so auffällige Dinge wie Elementarmagier. Wir können nicht fliegen oder Feuerbälle werfen oder etwas zersetzen. Wir sind nicht härter oder stärker als andere menschen, und unsere Magie gibt uns keine Macht über die materielle Welt. Doch wir verfügen über Wissen, und wendet man das auf die richte Art an, kann das einen ziemlich beeindruckenden Einlass haben. 

John Doe
Designer

Fazit

Selten gelingt mit der Einstieg in ein Buch so reibungslos wie bei diesem. Auch wenn mich einige Stellen in der Geschichte etwas verwirrt haben, konnte sie mich zu hundert Prozent überzeugen, sodass mich nicht einmal die sehr langen Kapitel gestört haben. Ich bin schon enorm gespannt auf die Fortsetzungen und das Potenzial, dass sich in dieser Reihe verbirgt. Eine tolle Leistung von Benedict Jacka!

5/5

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