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(Rezension) Play & Pretend

Willkommen zu meiner Rezension zu „Play & Pretend“ 

Autorin: Nena Tramountani

Verlag: Penguin

Seitenanzahl: 464

Kaufpreis: 12, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 12. Juli 2021

ISBN: 978-3-328-10620-3

Autorin: Nena Tramountani

Verlag: Penguin

Seitenanzahl: 464

Kaufpreis: 12, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 12. Juli 2021

ISBN: 978-3-328-10620-3

Briony & Sebastian: Sie fühlt sich in ihrem Leben wie eine Statistin. Doch für ihn spielt sie die Hauptrolle …

Auf der Bühne kann Briony alles sein, was sie im echten Leben nicht ist. Die Schauspiel-Studentin liebt es, in fremde Rollen zu schlüpfen, doch kaum jemand kennt den wahren Grund dafür. Nur ihr attraktiver Schauspielkollege Sebastian versucht hartnäckig herauszufinden, was sie im Rampenlicht vergessen will. Ausgerechnet mit ihm muss sie sich auf die Hauptrollen eines Theaterstücks vorbereiten. Der Gedanke, dass sie darin das Liebespaar spielen sollen, lässt Brionys Herz höher schlagen. Sie will sich nicht eingestehen, dass sie Sebastians Nähe genießt – denn gleichzeitig macht er ihr Angst. Besonders in den Momenten, wenn sich sein Blick plötzlich verdunkelt und Briony ahnt, dass sie nicht als Einzige ein Geheimnis verbirgt …

Nena Tramountani, geboren 1995, liebt Kunst, Koffein und das Schreiben. Am liebsten feilt sie in gemütlichen Cafés an ihren gefühlvollen Romanen und hat dabei ihre Lieblingsplaylist im Ohr. Mit ihrer romantisch-prickelnden Soho-Love-Reihe schreibt sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und eroberte mit dem Reihenauftakt »FLY & FORGET« Platz 1 der Lovelybooks-Lesercharts. Nena Tramountani lebt in Stuttgart.

Erster Akt. Neuer Tag, neues Glück.

Erster Satz
Seite 9

Mentale Gesundheit

Ich kann gar nicht genug betonen, wie wahnsinnig toll und wichtig ich es finde, dass dieses Buch geschrieben wurde. Selbst heute wird dieses Thema immer noch viel zu viel totgeschwiegen und das ist einfach nicht in Ordnung. Dass Nena Tramountani ihre beiden Protagonisten nun zu Überlebenden psychischer Krankheiten gemacht hat, verdient meinen Respekt. Sie spricht damit nicht nur die wichtigsten Themen an, wie beispielsweise den Umgang mit Betroffenen und wie man Hilfe und Unterstützung entgegenbringen kann, sondern ermöglicht den Lesern einen Einblick in die Gefühlswelt und in das Leiden psychisch kranker Menschen, betont aber auch ihre Stärke und – super wichtig – dass sie nicht von ihrer Krankheit bestimmt werden. Ihr Schreibstil hat mich gerührt. 

Kein Mensch auf der Welt konnte dafür sorgen, dass es mir besser ging. Ich konnte meinen Selbstwert nicht von ihnen abhängig machen, denn wenn sie gingen, wenn sie mich im Stich ließen , dann war ich immer noch ich. 

Briony
Seite 42

Die Protagonisten

Kennengelernt habe ich Briony als Nebencharakter im vorausgehenden Buch „Try & Trust“, wo sie mich allerdings nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte. Als Protagonistin hinterließ sie jedoch einen bleibenden Eindruck. Mir persönlich fiel es leicht, mich in sie hineinzuversetzen, da ich selbst ebenfalls Probleme mit meiner körperlichen Wahrnehmung habe, gleichzeitig war ihre Persönlichkeit so unterschiedlich zu meiner, dass es mir nicht ganz so leicht fiel, einen Draht zu ihr zu finden, wie es bei Matilda der Fall war. Sebastian hat mich wieder und wieder begeistert. Alles was er zu Briony gesagt hat, war ein absoluter Volltreffer; ich musste mir so viele Stellen markieren, bei denen ich mir einfach dachte: Respekt! Doch auch er leidet unter seiner Krankheit, und bis zum Ende war mir nicht klar, wie sehr. Er ist solch ein komplexer und faszinierender Protagonist. Briony und Sebastian sind einfach wundervoll zusammen!

„Es macht keinen Spaß mit mir.“ „Ich bin ein absolutes Desaster.“ Gott, ich wollte schreien. Irgendetwas zerschlagen. Am besten die ganze Welt in Trümmer legen. Es machte mich fertig, sie so etwas sagen zu hören. Worte, die ich so oft in Bezug auf mich selbst gedacht hatte. Und dann gab es da noch diesen kleinen Teil in mir, der sich fragte, ob genau das der Grund war, w wieso wir perfekt füreinander waren. 

Sebastian
Seite 279

Schwerelos

Gerade wegen des schwierigen Themas war ich überglücklich darüber, wie leicht sich das buch lesen ließ. Die Autorin hat einen wundervollen, fließenden Schreibstil, der dich die Zeit vergessen und dich in der Geschichte verlieren lässt. Brionys und Sebastians Beziehung zu verfolgen fühlte sich an, als sei man schwerelos und könnte die beiden mit eigenen Augen sehen. Ich habe das Buch wirklich verschlungen!

Mein Fazit

Obwohl ich damit gerechnet habe, das Buch nicht so sehr zu mögen, wie „Try & Trust“ ist es mir kaum möglich die beiden Geschichten zu vergleichen. Brionys Story ist auf eine ganz andere Weise als Matildas wunderschön und steht bei mir somit an gleicher Stelle. Sie ist viel ernster und trauriger, aber hat eine Message von wahnsinnig großer Bedeutung, die mich zu Tränen gerührt hat. Mit Nena Tramountani wird man niemals enttäuscht!

5/5

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