Der Schreibstil des Autors hat mir überraschend gut gefallen und meine Erwartungen, die bei so dünnen Büchern ehrlich gesagt etwas niedriger sind, übertroffen! Sobald man erst mal in die Geschichte eingetaucht ist, war es sehr einfach sich von der Spannung mitreißen zu lassen, auch wenn manche Momente leider etwas plötzlich kamen, und genauso plötzlich auch schon wieder vorbei waren, was einen aus dem Gefühl des Dabei Seins rausgehauen hat.
Tristan Mahlow, Jahrgang 1986, lebt mit seiner Frau, seiner Tochter und dem Familienhund in Paderborn. Sein Debüt, die Fantasy-Novelle „Land der tausend Flüsse“, erscheint Anfang 2018. Schon lange vor seinem Studium der deutschen Literatur an den Universitäten Heidelberg und Nürnberg schrieb Tristan Mahlow Geschichten über fremde Welten und ihre Helden, was schließlich in der Gründung des „Paderborner Autorentreff“ im Jahre 2015 mündete. Er gründete den Juna-Verlag, der Novellen im Bereich Fantasy und Science-Fiction erstmals in Deutschland ein Zuhause bieten soll.Anfangs hatte ich einige Bedenken, was „Land der tausend Flüsse“ angeht, da ich als Buch-Liebhaber kein großer Fan von Novellen bin – sie sind entweder schlecht, oder gut, dann aber zu kurz. In diesem Fall eher letzteres, nur dass sich die Länge des Buchs fast perfekt gefügt hat. Natürlich fände ich es super cool, wenn die Geschichte ausführlicher, mit noch mehr Ausbau und Handlung auf mehr Seiten ausgebreitet wäre, aber ausnahmsweise stört mich die Kürze der Geschichte minimal. Zu Anfang war es schlimmer, da der Einstieg in das Geschehen zu schnell ging, aber das wurde im Laufe der Story sehr gut kaschiert, und als Problem ausradiert. Insgesamt eine echt gute Leistung!





