3 Sterne Andere Fantasy Lovelybooks

(Rezension) „The Stranger Times“

Autor

CK McDonnell

Verlag

Eichborn

Seitenanzahl

464

Kaufpreis

20, 00 EUR

Erschienen

30.09 2021

ISBN

978-3-8479-0090-0

Autor: CK McDonnell

Verlag: Eichborn

Seitenanzahl: 464

Kaufpreis: 20,00 EUR

Erscheinungsdatum: 30.09.2021

ISBN: 978-3-8479-0090-0

Dunkle Kräfte sind am Werk – und The Stranger Times geht ihnen auf den Grund. Die Wochenzeitung ist Großbritanniens erste Adresse für Unerklärtes und Unerklärliches. Zumindest ist das ihre Eigenwerbung …

Gleich in Hannah Willis‘ erster Arbeitswoche bei der Zeitung tritt eine Tragödie ein, und The Stranger Times ist gezwungen, tatsächlich investigativen Journalismus zu betreiben. Hannah und ihre Kollegen kommen zu einer schockierenden Erkenntnis: Einige der Geschichten, die sie zuvor selbst als Unsinn abgetan hatten, sind furchtbar real.

CK McDonnell ist das Pseudonym von Caimh McDonnell, einem preisgekrönten irischen Stand-up-Comedian und Bestsellerautor. Seine Bücher wurden als „eine der lustigsten Krimireihen, die Sie jemals gelesen haben“ (The Express) und „brillante humoristische Thriller“ (The Irish Post) bezeichnet. McDonnell lebt und schreibt in Manchester.

Die beiden Männer standen auf dem Dach und beobachteten, wie sich die Stadt im Schlaf hin und her wälzte.

Erster Satz
Seite 7

Über die Protagonisten

Die eigentliche Protagonistin des Buchs ist Hannah, die nach einer gescheiterten Ehe und einem noch mehr gescheiterten Versuch, den Besitz ihres Ex zu verbrennen – der mit einer Klage wegen Brandstiftung und einem abgefackelten Haus endete – dringend einen Job braucht. Aus Verzweiflung bewirbt sie sich bei der „Stranger Times“, deren Mitarbeiter nun wirklich kein ziemlicher Haufen sind. Jeder der Charaktere hatte eine wirklich spannende und gut durchdachte Hintergrundgeschichte, die bei einigen, beispielsweise bei Reggie, leider viel zu kurz gekommen ist. Am besten gefallen haben mir Grace und Banecroft, die auch ein eingespieltes und total chaotisches Paar abgeben. Banecroft war ein ziemlich wütender, griesgrämiger und „immer-schlimmer“ Charakter, der mit seiner offenen und aufbrausenden Art eigentlich jedem den Tag vermiest, aber mich besonders amüsiert hat. Grace ist einfach eine tolle Frau, die man lieb gewinnen muss, da sie für alle in der „Stranger Times“ eigentlich wie eine Mutter ist.

„Publikation sucht verzweifelten Menschen mit der Fähigkeit, mittels der englischen Sprache Sätze zu bilden. Vollidioten, Optimisten oder Menschen, die Simon heißen, müssen sich nicht bewerben.“

Stellenausschreibung
Seite 15

Über den Schreibstil

Das, was das Buch auszeichnet, ist definitiv der Humor der Autors, der mir schon auf den ersten Seiten ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert hat. Zu Beginn konnte ich nicht anders, als ihn mit dem legendären Autor Douglas Adams zu vergleichen, da beide so einige skurrile und verrückte Ideen eingebracht haben, doch in diese großen Fußstapfen zu treten ist CK McDonnell nicht gelungen. Zum einen, weil er sich mit dem eher düsteren Humor dann doch sehr von Adams unterscheidet, zum anderen, weil meiner Meinung nach der Plot vom Schreibstil in den Schatten gestellt wurde, was beides letztendlich an Qualität beraubt hat. Das Lesen hat wirklich Spaß gemacht, aber wirkliche Begeisterung konnte das Buch nicht bei mir wecken.  

Über die Handlung

Ehrlich gesagt blicke ich bei der Handlung auch jetzt noch nicht so ganz durch. Vieles wurde erst am Schluss aufgelöst, doch mir bleiben zu viele Faktoren unklar. Beispielsweise hat das gesamte Buch auf ein großes Ritual hingebaut, dass am Ende ein Kind retten sollte, doch besagtes Kind und sein Begleiter sowie die Leute, die hinter ihnen stecken, wurden nicht genügend thematisiert. Es wurde zwar eine mögliche Fortsetzung geteasert, in der das angemessen weitergefahren werden könnte, aber auch für diesen Band hat mir das nicht gereicht. Insgesamt war auf jeden Fall Spannung vorhanden, und mehr als genug Plot Twists, die ich nicht habe kommen sehen, doch gänzlich überzeugen konnte mich das Buch nicht. Es ist eben so eine Geschichte, die man liest, liebt und dann weiterzieht, nichts, aber leider nichts, das einen prägt.

„Jemand wird Sie aufhalten. Es gibt Kräfte, die Männer wie Sie aufhalten.“ Er gähnte. „Genug mit dem Amateurtheater, bitte. Einen Mann wie mich haben Sie noch nie getroffen.“ Sie beendete die Nachricht und unterzeichnete sie, dann warf sie den Stift auf den Tisch und versuchte, sich aufzurichten. „Männer wie Sie hat es immer gegeben.“

Moretti
Seite 248
Rezension The Stranger Times CK McDonnell

Mein Fazit 

Der Humor und der Schreibstil des Autoren haben mir wirklich zugesagt, doch die Ausarbeitung der Handlung ist durchaus ein bisschen verbesserungswürdig. Alles in allem hab ich es wirklich genossen, das Buch zu lesen, habe aber nach einem tollen Start  mehr und mehr die Begeisterung verloren. Das Buch hatte definitiv  seine Höhen und Tiefen, doch das Finale kann ich noch nicht ganz einschätzen. Ich hatte ohnehin Schwierigkeiten mit der Bösewicht „Moretti“. Meiner Meinung nach, zeichnet sich ein gutes Buch dadurch aus, dass man mit den Antagonisten genauso bonden kann, wie mit den Protagonisten, aber das war hier leider nicht der Fall. Geht es dir lediglich um Unterhaltung ist das Buch allerdings definitiv die richtige Wahl!

3.5/5

Wie andere Blogger das Buch fanden…

(4) Kommentare

  1. Marie sagt:

    Danke fürs Verlinken. 🙂
    Deine Rezension kann ich sehr gut nachvollziehen. Bist du trotzdem an den Fortsetzungen interessiert?

    1. empireofbookz sagt:

      Hi Marie,
      Gern geschehen! Ich fand sowohl deine Rezension, als auch deine Seite einfach super!
      Tatsächlich würde ich sagen, Ja. Wenn die Fortsetzungen erscheinen würde ich auf jeden Fall wieder bei einem Gewinnspiel mitmachen, aber ich denke nicht, dass ich sie mir selbst kaufen würde.
      Lg,
      Lilly🌈

      1. Marie sagt:

        Hi Lilly,
        das ist sehr lieb, danke!
        Ich habe mich auch mal bei dir umgeschaut und kann das Kompliment nur zurückgeben. Du schreibst tolle Rezensionen.
        Ich werde die Fortsetzungen natürlich auch lesen.
        Liebe Grüße
        Marie

  2. Hi süße <3 Tolle Rezi, mal wieder! Die Bilder sind auch spitze geworden *-*

    Also von dem was du mir erzählt hast, bin ich auch nicht ganz abgeneigt das Buch zu lesen! Ich leih es mir also vielleicht mal aus. <3

    deine Hope

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