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(Rezension) Avengers – Jeder will die Welt beherrschen

Titel: Avengers – Jeder will die Welt beherrschen

Autor/in: Dan Abnett

Verlag: cbt

Seitenanzahl: 299

Kaufpreis: 19, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 5. Juni 2012

Zum Buch

Hydra hat einen synthetischen Erreger entwickelt, der das Potenzial besitzt, die ganze Erde von einem Heilmittel abhängig zu machen. Die Verbrecherorganisation A.I.M. steht kurz davor, eine Nanotech-Komponente in die weltweite Wasserversorgung einzuschleusen, um die gesamte Menschheit zu versklaven. Ultron greift nach der Macht über sämtliche Technologie des Planeten, Dormammu ist überzeugt davon, dass die Rettung der Welt nur gelingen kann, wenn er sie sich untertan macht und High Evolutionary will das Genom der Menschen umschreiben, um sie in Sklavenwesen zu verwandeln. 

Charaktere

Die Avengers haben alle Hände voll zu tun, denn plötzlich beschließt jeder Superschurke des Planeten die Weltherrschaft an sich reißen zu müssen. Captain America jagt in Berlin einem hohem Mitglied der bösartigen Organisation Hydra, namens Strucker hinterher. Anthony Stark, besser bekannt als Iron Man nimmt es mutig, und wie immer mit einem Haufen sarkastischen Bemerkungen gegen Ultron auf, unterstützt vom synthetisch erschaffenen Superhelden Vision. Thor Odinson, der Donnergott, kämpft mit Scarlet Witch an seiner Seite gegen den Weltenfresser Dormammu, der die Erde in seine Dimension ziehen will, um dort über sie zu herrschen. Hawkeye und Black Widow gehen einem anonymen Tipp nach, der sie direkt in eine Einrichtung der bösen Organisation AI.M. führt. Bruce Banner, der den unglaublichen Hulk in sich trägt, führt es nach Madripoor, um dort an der Seite von S.H.I.E.L.D.-Agent McHale den Plan des High Evolutionary zu durchkreuzen, die Menschheit mit einer riesigen Gammabombe gefügig zu machen.

Es ist mir schwer gefallen in das Buch reinzukommen. Die ersten hundert Seiten haben sich irgendwie hingezogen, und ich musste mich erst daran gewöhnen, dass nach jedem Kapitel zu einem anderen Avenger gewechselt wurde. Erst ganz am Ende kämpften die Avengers alle zusammen. Meiner Meinung nach kratzte der Schreibstil des Autors eher oberflächlich an den Persönlichkeiten der Protagonisten und wirkte weniger auf die Helden bezogen, dafür mehr nach der Erzählweise eines Fans. Besonders gestört hat mich das bei Thor. Es hieß nur „der Zorn des Thor“ und „Thor Odinson – Donnergott und Rächer“ und weitere fast schon heldenverehrende Bezeichnungen. Ich hätte mir einen persönlicheren Schreibstil erhofft. Auch bei den anderen Avengers bemerkte ich eine viel zu häufige Verwendung der Superhelden-Namen, anstatt ihre richtigen zu verwenden. 

Dan Abnett wurde am 12. Oktober 1965 geboren. Er machte seinen Abschluss in Oxford und arbeitete anschließend und auch schon während des Studiums als Comiceditor und an Kinderbüchern bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben vielfältigen Projekten ist er seit 1997 als Comicautor für DC Comics tätig und arbeitete dort unter anderem für Batman und Superman. Abnett lebt und arbeitet in Maidstone, Kent.

Fazit

Alles in allem hätte ich mir von einem solch legendären Team mehr gewünscht, dennoch kann ich nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand. Ich hatte einen eher holprigen Start, und musste mich erst einmal zurechtfinden, doch nachdem ich mich an den Schreibstil und die Struktur des Buchs gewöhnt habe, konnte ich mich auf die Spannung einlassen und relativ problemlos mitfiebern. Wie schon erwähnt hat mich die unpersönliche Beschreibung der Charaktere gestört, muss allerdings zugeben, dass das gegen Ende deutlich besser wurde – oder einfach weniger gestört hat. Das Finale war genauso schnell vorbei wie es gekommen ist und war meiner Meinung nach weniger spannend, als der Hauptteil des Buchs, was mich etwas enttäuscht hat. Insgesamt kann ich sagen, dass es eine amüsante und coole Geschichte für Marvel Fans, wenn sie mehr von ihren Helden lesen wollen, aber mit Sicherheit kein Muss. 
3/5

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