4 Sterne, Allgemein, Dystopie, Fantasy

(Rezension) Zorn der Engel

Titel: Zorn der Engel

Autorin: Marah Woolf

Verlag: Piper

Seitenanzahl: 448

Kaufpreis: 12, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 4. November 2019

Moons Pläne wurden von den Engeln zunichte gemacht und Cassiels Verrat hat sie tief verletzt. Nun ist sie im Gefängnis unter dem Dogenpalast eingesperrt und ihre Geschwister sind immer noch in Gefahr. Kurz schöpft sie Hoffnung, als ihr die Flucht gelingt, aber dann fällt sie ausgerechnet Lucifer in die Hände. Nun bleibt ihr nichts anderes übrig, als an den Schlüsselprüfungen teilzunehmen. Denn es gibt nur noch eine Chance, ihre Familie zu retten. Sie muss verhindern, dass die Tore zum Paradies sich öffnen. Aber gewinnen kann die Prüfungen nur eine echte Schlüsselträgerin.

Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, ihren drei Kindern, einem Kater und einer Zwergbartagame lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Mittlerweile sind die »MondLichtSaga«, die »FederLeichtSaga«, die »BookLessSaga« und die »GötterFunkeSaga«, letztere im Dressler Verlag, erschienen und die Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Ihre neue Serie, die »Angelussaga«, erscheint exklusiv im Print bei Piper.

Charaktere

Moon deAngelis ist eine Kämp-ferin. Von den Engeln auserwählt nimmt sie an den Prüfungen teil, die eine der letzten fehlenden Schlüsselträgerinnen bestimmen soll. Moon ist sich sicher, dass sie es nicht ist. Sollte sie jedoch überleben, und erwählt werden, hat sie die Chance den Plan der Engel zu vereiteln, zurück ins Paradies zu kehren und die Apokalypse auf die Menschen loszulassen. Nach Cassiel will sie keinem Engel mehr vertrauen. Doch Lucifer ist vielleicht anders, als sie glaubte. 

Lucifer ist der erste Sohn Gottes, und Erzengel des fünften Him-mels. Nachdem er sich gegen seinen Vater aufgelehnt hat, wurde er für zehntausend Jahre in die Dunkelheit verbannt, und jetzt, wo er zurückgekehrt ist, hilft er seinen Engelsbrüdern die Schlüsselträgerinnen zu finden, die ihnen als einzige zurück nach Eden verhelfen können. Er ist anders, als jeder Engel dem Moon begegnet ist, und vielleicht, nur vielleicht, ist er kein so mordlustioger Tyrann, wie es von ihm behauptet wird. 

Was halte ich von den Charakteren? Lucifer ist mir ein deutlich lieberer Protagonist, als Cassiel, das war für mich also ein großer Pluspunkt im zweiten Band. Als Moon’s Gastgeber im Dogenpalast Venedigs war er – trotz Moons anfänglichen Hass auf ihn – überraschen gutmütig, und hat sie deutlich besser behandelt, als die anderen Erzengel es tun würden. Dieser Widerspruch zu dem Bösen, als das er dargestellt wird – das dennoch teilweise durchscheint – und seiner eigentlichen Art hat mir gut gefallen. Leider mochte ich mit Moon im Laufe des Buches mal mehr und mal weniger, doch im Endeffekt konnte sie mich auch in der Fortsetzung wenig begeistern.

Schreibstil

Anders als im ersten Band, konnte mich „Zorn der Engel“ von Anfang an überzeugen, und wurde mit jedem Kapitel spannender. Geschrieben wurde aus der Sicht von Moon, in der dritten Person, und das hat während des ganzen Buchs nicht gewechselt. am Schreibstil gibt es hier wirklich nichts auszusetzen, denn ich war wie mitgerissen von der Story, und hatte das geschehen fast immer bildlich vor Augen. 

"Lass dir den Glauben an das Gute nicht nehmen. Wenn es erst dazu kommt, lohnt es sich nicht mehr, um etwas zu kämpfen."
Kapitel 3
Seite 65

Fazit

Nach „Rückkehr der Engel“ war ich auf die Fortsetzung besonders gespannt, da ich mir sicher war, sobald die Prüfungen der Engel anfangen, könnte ich mich von dem Buch gar nicht lösen. Und so war es auch. Bis zum Finale war das Buch – mit Ausnahme von ein paar kleinen Bestellungen, die ich bezüglich zu Lucifers und Moons Beziehung machte – einfach genial. Doch dann hat die Autorin mit nur einer Entscheidung den kompletten Spaß aus der Geschichte genommen und sie einfach nur schlecht gemacht. Ich versteh einfach nicht, wie man auf eine so blöde Idee kommt. Das Ende des Buchs hat mich einfach extrem enttäuscht und mir die Motivation genommen, weiterzulesen. es war einfach unnötig, und eine typische „Bringen wir ein bisschen Drama rein“ Entscheidung, die jedoch in die komplett falsche Richtung ging. Für mich hat es das kaputt gemacht. 

4/5

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