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(Rezension) Bowie

Titel: Bowie

Autoren: María Hesse, Fran Ruiz

Verlag: Heyne Hardcore

Seitenanzahl: 168

Kaufpreis: 22, 00 EUR

Erscheinungsdatum: 21. September 2020

Der Musiker und Künstler David Bowie prägte mit seinem Stil nachhaltig die Popkultur und vermochte es wie kein Zweiter, das Leben eines Menschen zu verändern. Mit Songs wie »Starman« oder »Space Oddity« schrieb er sich für immer in unser musikalisches Gedächtnis. Seine Werke waren dabei eng mit seiner persönlichen Biografie verbunden. María Hesse und Fran Ruiz gelingt es, diese Aura und Einzigartigkeit David Bowies einzufangen. Ein visueller und emotionaler Hochgenuss, der das Leben eines vollkommenen Künstlers feiert.

María Hesse, 1982 in Huelva geboren, ist eine der bekanntesten Illustratorinnen Spaniens. Ihre Zeichnungen werden regelmäßig ausgestellt und erschienen u.a. in Zeitschriften wie »Jot Down« und »Glamour«. Daneben illustrierte María Hesse Klassiker wie Jane Austens »Stolz und Vorurteil«. Ihr erstes illustriertes Buch »Frida Kahlo – Eine Biografie« war ein großer Erfolg und wurde in dreizehn Sprachen übersetzt.

Fran Ruiz, 1981 in Málaga geboren, ist Professor der Geografie und Geschichte und schreibt unter anderem für das Magazin »Cultural Use Manual«..

Inhalt

Vom Anfang bis zum Ende, von der Geburt, bis zu seinem Tod wird hier die Geschichte von David Bowie erzählt. Und zwar so, wie er sie selbst erzählen würde – wie er sie selbst erzählt hat. Voller Fantasiegeschichten, Übertreibungen und kreativ überspielter Ehrlichkeit. Nicht nur seine Karriere, sondern auch seine Familie – sein Bruder, seine Eltern, seine Ex-Frau und Frau und natürlich seine beiden Kinder – spielt eine große Rolle im Buch, sowie sie auch eine große Rolle in seinem Leben gespielt haben. Unterstrichen werden diese Geschichten mit bunten Illustrationen, die das Ganze noch viel fantastischer machen und perfekt widerspiegeln, was David Bowie zu seinen Lebzeiten ausgestrahlt hat.

Schreibstil

Wie bereits erwähnt, wurden reale Tatsachen mit fantastischen Geschichten geschmückt, die Bowie sich selbst ausgedacht hat, um persönlichen Fragen auszuweichen. Das besondere hierbei ist, dass die Biographie – denn nichts anderes ist dieses Buch ja – obwohl sie von zwei fremden Autoren stammt, in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Da Bowie die wichtigsten Kapitel seines Lebens umfasst, und das alles in einem gewissen Maß gehalten werden musste, sind die Kapitel relativ kurz gehalten, wodurch sich das Buch ziemlich schnell lesen lässt. Es war wirklich schon solche persönlichen Einblicke in das Leben dieses außergewöhnlichen Künstlers zu erblicken – was nur durch die wahnsinnig gute Recherche der Autoren möglich war.

Fazit

Schon als Kind habe ich David Bowie kennengelernt, als meine Eltern mir den Film „Die Reise ins Labyrinth“ gezeigt haben, der für eine ganze Weile meiner Kindheit mein Lieblingsfilm sein sollte. Doch selbst nachdem ich Ende letzten Jahres wieder zu ihm gefunden habe, wusste ich kaum etwas über diesen wahnsinnig talentierten und faszinierenden Mann. Dieses Buch hat mir Eindrücke vermittelt, deren ich mir vorher nie bewusst war, und mir die Person hinter den Kulissen gezeigt – hinter Ziggy Stardust, hinter Major Tom, und sogar hinter David Bowie. David Robert Jones hat sich als ebenso erstaunliche Person herausgestellt, die mich genauso – wenn nicht sogar mehr – inspiriert. Dieses Buch ist wunderschön gestaltet, erzählt die Geschichte eines Sängers wie keine sonst, und wird auf keinen Fall enttäuschen!

5/5

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