5 Sterne Buchempfehlung Englisch Lesechallenge Science Fiction Zukunft

(Rezension) Bluescreen

Willkommen zu meiner Rezension zu „Bluescreen“ von Dan Wells

Autor: Dan Wells

Verlag: Balzer & Bray

Seitenanzahl: 352

Kaufpreis: ab 11, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

ISBN: 978-0-06-234787-9

Autor: Dan Wells

Verlag: Balzer & Bray

Seitenanzahl: 352

Kaufpreis: 19, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

ISBN: 978-0-06-234787-9

From Dan Wells, author of the New York Times bestselling Partials Sequence, comes the first book in a new sci-fi-noir series. Los Angeles in 2050 is a city of open doors, as long as you have the right connections. That connection is a djinni—a smart device implanted right in a person’s head. In a world where virtually everyone is online twenty-four hours a day, this connection is like oxygen—and a world like that presents plenty of opportunities for someone who knows how to manipulate it.

Marisa Carneseca is one of those people. She might spend her days in Mirador, but she lives on the net—going to school, playing games, hanging out, or doing things of more questionable legality with her friends Sahara and Anja. And it’s Anja who first gets her hands on Bluescreen—a virtual drug that plugs right into a person’s djinni and delivers a massive, nonchemical, completely safe high. But in this city, when something sounds too good to be true, it usually is, and Mari and her friends soon find themselves in the middle of a conspiracy that is much bigger than they ever suspected.

Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Utah. Seinen ersten Roman schrieb er noch zu seiner Studienzeit, seine Werke wurden erfolgreich verfilmt sowie für zahlreiche Preise nominiert. Mehrere Jahre verbrachte er in Deutschland, vor allem zu Berlin fühlt er eine starke Verbindung. Derzeit lebt er mit seiner Frau und seinen Kindern in North Salt Lake, Utah.. Matthias Frings, 1953 in Aachen geboren, war Journalist und Fernsehmoderator und lebt als Schriftsteller in Berlin. Er studierte Anglistik, Germanistik und Linguistik. In den 80er Jahren veröffentlichte er mehrere erfolgreiche Sachbücher, darunter „Liebesdinge. Bemerkungen zur Sexualität des Mannes.“ Ab 1986 arbeitete er als Radiomoderator beim SFB. Von 1993 an war er Redaktionsleiter und Fernsehproduzent. Bekannt wurde er als Moderator der Sendung „Liebe Sünde“.

„Quicksand’s down.“ Saharas voice hissed across Marisa’s comm. 

Erster Satz
Seite 9

Gesellschaft der Zukunft

Schon vom ersten Kapitel an wird klar, dass das Buch definitiv in der Zukunft spielt, und es ist echt cool. Marisa und ihre Freunde sind leidenschaftliche Gamer. Unter dem Teamnamen „Cherry Dogs“ treten sie in einem Onlinespiel namens Overworld an, indem sie ihre Djinnis – eine Art Chip, den so gut wie jeder in seinen Kopf implantiert hat, der das Gehirn ans Internet anschließt – mit dem Server verbinden und mit ihrem Bewusstsein eintreten. Ganz klar das Coolste überhaupt. Man kann sich das ganze ein bisschen wie bei Ready Player One vorstellen, nur dass die Körper der Spieler bewusstlos sind, während die angeschlossen sind, und ihr Bewusstsein ist quasi hochgeladen.  Auch in der echten Welt sind sie ständig online, denn durch den Djinni ist quasi jeder Tony Stark: Mit einem ganzen Interface direkt vor den Augen. Alles kann mit lediglich einem Blinzeln und den Gedanken gesteuert werden. Ich muss sagen, auch wenn ich sowas persönlich niemals nie machen würde… darüber zu lesen war schon ziemlich cool. Doch trotz den durchaus vorhandenen Vorteilen, darf man die offensichtlichen Schwächen (durch die der Plot ja überhaupt erst möglich ist) niemals vergessen.

Without her djinni, the house didn’t recognize her. It gave her a moment of sickening unease, imagining that all her devices were really only communicating with each other, and she was incidental; the house didn’t let her in, it let the djinni in. If all the humans disappeared one day, would the city still go about it’s daily business, busy little nulls running around building and cleaning and repairing, without ever noticing that the people were gone?

Marisa
Seite 193

Sprachbarriere

Obwohl der Einstieg in das buch allein von der Handlung her einfach großartig war, hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Geschichte reinzufinden. Obwohl das Englisch relativ leicht zu verstehen war, wurde es doch zu einer kleinen Herausforderung, die Wörter zu entziffern, die auch im Deutschen keinen Sinn ergeben – von denen es im Science Fiction Genre ja doch ein paar gibt.  Das finde ich ein bisschen schade, da ich ganz sicher eine deutlich bessere Leseerfahrung gehabt hätte, wenn ich das Deutsche Buch gelesen hätte. Dennoch blieb ich beim Original, rein aus Prinzip und weil ich mich ja im Englischen verbessern möchte, und konnte mich nach einer Weile umgewöhnen und das Buch in vollen Zügen genießen!

Bluescreen

Bluescreen ist eine digitale Droge, die man sich quasi am Kopf anschließt und für ein komplettes Blackout sorgt. Als würde man einen Computer Neustarten, nur dass es mit deinem Gehirn passiert. Angeblich ist es eine rein technische Droge, die keine physischen Auswirkungen hat, doch ziemlich schnell entdecken die Protagonisten eine deutlich schlimmere Gefahr, als sie sich vorstellen konnten. Irgendwie ist es jemandem möglich, die Leute die Bluescreen genommen haben zu übernehmen und zu steuern, sie zu wehrlosen Puppen zu machen, die keine Kontrolle mehr haben. Marisas Freundin Anja und tausende weitere sind in großer Gefahr, denn bevor sie sich versehen können, werden die Käufer von Bluescreen als Marionetten benutzt – für einen Mord. Marisa und ihre Freunde sind plötzlich mittendrin in einer Sache, die größer ist, als sie alle, und müssen irgendwie herausfinden, wer dahintersteckt und wie sie Bluescreen aufhalten können. Dabei riskieren sie ihre Leben. 

„So what are the Dolly Girls?“ asked Marisa. „Is it a Band?“ – „It’s not a group,“ said Grendel, „it’s a technology. Djinni software that can sever a mind’s conscious control of it’s body, allowing someone else to control the body like a puppet. I’ll leave it up to your imagination what they tend to use it for. 

Grendel
Seite 139

Mein Fazit

Anfangs war ich mir etwas unsicher. Obwohl das Buch einfach super cool war, konnte ich mich strikt nicht zurechtfinden. Ich hatte das Gefühl, dass es einfach der falsche Zeitpunkt für mich war, das Buch zu lesen. Doch nachdem ich mich so richtig auf die Geschichte eingelassen hatte, konnte ich ihr so einiges abgewinnen. Marisa und ihre Freunde sind wahnsinnig coole Protagonisten: Overworld-Gamer, die mit ihren Videos viral gehen, talentierte Hackerinnen, die mit ihren Skills beeindrucken, knallharte Powerfrauen (und Bao, der einzige Junge), die loyal, stark und einfach richtig cool sind. Da Marisa Spanierin ist, wurde auch viel von der Sprache mit eingebaut, was ich ziemlich cool fand. Allerdings hat der Autor wegen Anja, die eine Deutsche ist, auch etwas Deutsch verwendet… und leider nicht ganz korrekt, was es etwas awkward gemacht hat, das zu lesen. Dennoch konnte mich das Buch begeistern und ist somit eine weitere erfolgreiche Buchempfehlung, die meine Schwester in unsere Lesechallenge eingeführt hat!

5/5

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