4 Sterne Englisch Fantasy

(Rezension) „Crave“

Rezension Crave Tracy wolff

Autorin

Tracy Wolff

Verlag

Hodder & Stoughton

Seitenanzahl

592

Kaufpreis

ab 9, 39 EUR

Erschienen

29.09.2020

ISBN

978-1-5293-5555-0

Autorin: Tracy Wolff 

Verlag: Hodder & Stoughton

Seitenanzahl: 592

Kaufpreis: ab 9,39 EUR

Erscheinungsdatum: 29.09.2020

ISBN: 978-1-5293-5555-0

There is nothing normal about Katmere Academy, or the students in it. Her uncle’s exclusive and secretive boarding school is the last place Grace wants to be, but after the tragic deaths of both her parents, she is left with no choice.

Soon she realises she’s entered a world like nothing she has ever known. Shapeshifters, witches and vampires roam the halls, existing in uneasy cooperation. As the lone mortal, the only thing Grace is sure of is that she doesn’t belong.

Then she meets Jaxon Vega, a vampire with deadly secrets who hasn’t felt anything for a hundred years. Something in him calls to Grace – something that could spell her death.

Because Jaxon walled himself off for a reason. And as Grace is drawn further under his spell, she begins to wonder: did she come to Katmere by accident, or was she brought here . . . as bait?

Tracy Wolff schrieb ihr erstes Buch bereits in der zweiten Klasse. Seitdem sind über 65 Romane dazugekommen, darunter viele ›The New York Times‹- und ›USA Today‹-Bestseller. Sie liebt Vampire, Drachen und alles, was einem sonst noch Schauder über den Rücken jagen könnte. Die ehemalige Englischprofessorin widmet sich heute ganz dem Schreiben und lebt mit ihrer Familie in Austin, Texas..Michelle Gyo studierte in Mainz Germanistik und Buchwissenschaft und arbeitete danach als Lektorin bei namhaften Verlagen. Aus Neugier machte sie sich nach zehn Jahren Verlagsarbeit selbstständig, und übersetzt und lektoriert seitdem fesselnde Geschichten. Sie lebt und liest, wo sie will, wandert häufig durch fantastische Welten und kann ohne Kaffee, Katzen und Kreativität nicht sein.

I stand at the outer tarmac door staring at the plane I am about to get on and try my hardest not to freak out.

Erster Satz
Seite 10

Über den Inhalt

Nach dem Tod ihrer Eltern zieht Grace gezwungenermaßen zu ihrem Onkel nach Alaska, der sie auf seiner Privatschule aufnimmt, damit sie ihr letztes Schuljahr dort absolvieren kann. Schon in ihrer ersten Nacht dort wird ihr aber klar, dass das auf keinen Fall eine normale Schule sein kann. Die Schüler verbergen ein Geheimnis, das Grace das Leben kosten könnte. Allein Jaxon, der unnahbare und mysteriöse Junge, der sie von Anfang an warnte, dass sie hier nicht sicher sei, ist der Grund, aus dem sie nicht schon längst getötet wurde. Doch Jaxons Schutz sowie ihre wachsenden Gefühle füreinander machen sie umso mehr zur Zielscheibe.

Über die Protagonisten

Grace war mir von Anfang an sehr sympathisch, auch wenn sie mir an einigen Stellen zu sehr das „unscheinbare“ Mädchen war, was mich manchmal gestört hat. Im Großen und Ganzen entwickelte sie sich aber zu einem wunderbaren, lustigen und liebenswertem Charakter, der im Finale wahnsinnig viel Mut beweist. Was die vielen Geheimnisse von Katmere und Jaxon angeht war sie schon extrem langsam, doch das hat sie mit ihrem einzigartigen Verständnis um Jaxon und ihrer liebenswerten Art wieder wett gemacht. 

Jaxon ist der überfürsorgliche, mysteriöse, aber auch romantische morally grey Charakter, den wir alle aus so vielen anderen Fantasy Romance Büchern kennen – und lieben. Ich weiß nicht, was es damit auf sich hat, aber ich habe einfach eine dramatische Schwäche für männliche Hauptcharaktere mit harter Schale und verletzlichem Kern. Ich hätte gerne viel mehr aus Jaxons Perspektive gelesen, weshalb ich mich mega über die Bonus Chapter aus seiner Sicht am Ende des Buchs gefreut habe. Seine Vergangenheit und sein innerer Konflikt machen ihn zu einem richtig interessanten Charakter! Jaxon ist der Anführer des „Ordens“, eine kleine Gruppe von Vampiren, die förmlich die Schule regieren. Sie sind ziemlich gefürchtet und respektiert, und vor allem: Einfach ziemlich cool!

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann ist die Beziehung der beiden Protagonisten zueinander der Grund, warum mir das Buch so gut gefallen hat. Für das Fantasy-Genre ist Crave gut, aber nicht außergewöhnlich, aber als Romanze ist die Geschichte wirklich wunderschön! Es war richtig süß, wie sich zwischen den beiden eine Art Insider entwickelt hat, indem sie sich andauernd schlechte Witze erzählen, gerade für einen Charakter wie Jaxon, von dem man so etwas überhaupt nicht erwartet. Das hat die eher ernste Stimmung der Geschichte aufgelockert und einfach Spaß gemacht, zu lesen.

One glance and I know that this dark boy with the closed-off eyes and the fuck-you attitude isn’t the hero of anyone’s story. Least of all mine.

Grace
Seite 23

Über den Schreibstil

Tracy Wolff hat eine sehr fließende und humorvolle Art zu schreiben, die es einfach macht, sich von dem Buch fesseln zu lassen. Die Kapitel haben immer lustige und catchy Überschriften und sind – bis auf die bereits erwähnten Bonus Chapter aus Jaxons Sicht – immer in Graces Perspektive geschrieben. Abwechselnd zum Fließtext gab es immer mal wieder Einschübe vom Chatverlauf der Protagonisten, die mir sehr gut gefallen haben.

Über das Worldbuilding (Achtung Spoiler!)

„Crave“ war für mich eine perfekte Mischung aus Twilight und dem eher unbekannten Young Adult Thriller „Killing November“ von Adriana Mather. Was das Buch allerdings von seinem Vorgänger von Stephenie Meyer  unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nicht nur Vampire und Werwölfe gibt, sondern auch Hexen und Drachen-Gestaltwandler, was einfach ziemlich cool ist! Leider fand ich persönlich, dass die erstaunlich vielen Kräfte dieser ein bisschen over-the-top waren. In diesem Fall gilt für mich: Weniger ist mehr.

Die Schule an sich ist ziemlich cool eigentlich, doch das Konzept, hunderte von Schülern dazu zu zwingen, sich zu verstellen und ihre wahre Natur geheim zu halten, anstatt die Protagonistin aufzuklären, war schon arg.. dumm. Über Jaxons Familie und die Vampire allgemein gibt es noch viel zu lernen. In diesem Band erfährt man nur die absolute Spitze vom Eisberg, was mich mega neugierig auf die Fortsetzung macht. Die physischen Regeln allgemein sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber haben auch etwas cooles und einzigartiges an sich. 

 „Do you like Jaxon?“

„Like“ is too insipid of a word for the emotions Jaxon stirs up in me. There’s just something about him that calls to me on a soul-deep level, something broken in him that somehow fits with what’s broken in me. 

Grace
Seite 174
Rezension Crave Tracy wolff

Mein Fazit

Während ich das Buch wirklich wahnsinnig genossen habe, kann ich den Hype darum nur teilweise nachvollziehen. Als Romanze ist das Buch überragend, doch als Fantasyroman hat es meine Erwartungen nicht ganz getroffen. Trotzdem habe ich mich verliebt und bin sicher, die Fortsetzungen werden mich genauso für sich gewinnen!

4.5/5

Wie andere Blogger das Buch fanden…

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