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(Rezension) Highfire – König der Lüfte

Autor: Eoin Colfer

Verlag: Heyne

Seitenanzahl: 448

Kaufpreis: 16, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 13. April 2021

ISBN: 978-3-453-32078-9

Autor: Eoin Colfer

Verlag: Heyne

Seitenanzahl: 448

Kaufpreis: 16, 99 EUR

Erscheinungsdatum: 13. April 2021

ISBN: 978-3-453-32078-9

Einst waren Drachen die Herrscher der Erde und die Könige der Lüfte, aber das ist lange vorbei. Vern, ehemals unter dem Namen Lord Highfire verehrt und gefürchtet, ist der Letzte seiner Art. Desillusioniert und deprimiert hat er sich in die Sümpfe Louisianas zurückgezogen, wo er, von den Menschen unbemerkt, seine Tage mit Wodka und schlechten TV-Serien verbringt. Seine selbstgewählte Einsamkeit gerät jedoch in Gefahr, als er eines Tages dem vierzehnjährigen Halbwaisen Squib Moreau begegnet. Gerade als der grummelige Vern beginnt, sich mit Squibs Anwesenheit in seinem Leben abzufinden, wird dieser von einem korrupten Polizisten entführt und der Mafia übergeben. Vern beschließt, dass es an der Zeit ist, den Menschen eine Lektion zu erteilen. Schließlich ist er immer noch der mächtigste Drachenlord, den es je gegeben hat …

Eoin Colfer wurde 1965 in Wexford, einer Küstenstadt im Südosten Irlands, geboren. Nach seinem Studium in Dublin kehrte er in seinen Heimatort zurück und arbeitete als Grundschullehrer. Mit seiner international gefeierten Jugendbuchserie »Artemis Fowl« gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller. Seine Bücher erscheinen in vierundvierzig Ländern und wurden bislang weltweit über achtzehn Millionen Mal verkauft. 2004 erhielt er den »Deutschen Bücherpreis«. »Highfire« ist sein erster Fantasy-Roman für Erwachsene. Eoin Colfer lebt mit seiner Familie in Wexford.

Charaktere

Squib heißt eigentlich Everett Moreau, trägt diesen Spitznamen allerdings seit er sich mit Dynamit seinen kleinen Finger weggesprengt hat. Als fünfzehnjähriger Junge im Bayou hat er es nicht leicht und muss seiner Momma mit allen Mitteln unter die Arme greifen – dabei ist er sich auch für illegale Mittel nicht zu Schade.

Vern, dessen Name die Kurzform on Wyvern ist, hält sich für den letzten Drachen auf der Welt. Über tausende Jahre alt, musste er mitansehen, wie seine Artgenossen nach und nach von den Menschen abgeschlachtet wurden, bis nur noch er übrig war. Jetzt lebt er zurückgezogen im Sumpf.

Constable Hooke ist ein korrupter Polizist, der es überhaupt erst in dieses Amt geschafft hat, da er sich – um einer Gefängnisstrafe zu entgehen – der Army verpflichtet hat. Nicht nur Drogenhandel, sondern auch Mord steht auf seinem Tagesplan. Als Squib unabsichtlich Zeuge davon wird, hat Hooke es auf ihn abgesehen. Zu Schade, denn er kann wohl kaum mit Elodie Moreau anbandeln, nachdem er ihren Sohn getötet hat.

Schreibstil

Der Einstieg in das Buch gelang mir gut, was an der lockeren und humorvollen Art des Autors lag. Leider ist mir schnell aufgefallen, dass auf den Humor sehr viel Vulgarität folgt, als wäre der Autor – der bisher nur Kinderbücher veröffentlichte – zu bemüht, dieses Buch erwachsen wirken zu lassen, was allerdings nach hinten losging, da das auf mich eher den Eindruck erweckt hat, dass das Buch von einem hormongesteuerten Teenager geschrieben wurde. Viel zu stark war die Geschichte auf das männliche Geschlecht fokussiert und ständig kamen Begriffe wie „Klöten“, „Drachengehänge“, oder Gott Bewahre, „Pimmel“. (Mein Hass auf dieses Wort ist tief und inbrünstig. Schlimmstes Synonym überhaupt).

Niemand durfte ihn finden. Niemals. Denn wann immer Menschen ihn fanden, brach, um es mit den Worten des Maximus Decimus Meridius zu sagen, auf jeden Fall die Hölle los. Da Vern die Hölle mit sich herumtrug, konnte er sie überleben. Doch der Mensch, der ihn fand, würde das nicht.

Lord Highfire
Seite 9

Fazit

Im Gesamtbild war das Buch nicht schlecht. Es gab einige sehr amüsante Stellen, ein paar wirklich coole wissenschaftliche Theorien, eine tolle Junge-und-Drache Freundschaft und ein spannendes Finale. Leider macht das nicht den fast schon vulgären Schreibstil des Autors wett, der mich etwas abgeschreckt hat. Mich würde echt interessieren, warum viele Männer immer so fixiert auf ihr Geschlecht sind. Irgendwie ist dieses Buch das schriftliche Äquivalent zu der Kritzelei eines Penis auf eine Toilettenwand. Und trotzdem war es nicht nicht gut, wenngleich die eigentliche Action eine Weile auf sich warten lassen hat. Dafür war das Finale aber echt stark.

3.5/5

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